Das Tipi ist wahrscheinlich das am klügsten durchdachte Nomadenzelt, das in vollkomme-ner Harmonie mit der Natur steht.

Es ist kein mathematischer Kegel, sondern etwas geneigt, da das Zelt hinten einen steilen und vorne einen flachen Winkel aufweist. So stemmte sich das Tipi gegen den in der Prärie von Westen kommenden Wind. Die Feuerstelle rückt so aus der Mitte heraus unter die Rauch-klappen, die den Hauptunterschied zu anderen Nomadenzelten darstellen. Durch die beiden kaminartigen Stoffbahnen entsteht ein optimaler Rauchabzug. Außerdem ergibt sich durch das Nichtzentrieren der Feuerstelle im hinteren Zeltbereich großzügiger Wohnraum.

Für die kalte Jahreszeit wird innen ein soge-nanntes "Innenlining" eingehängt, das im Ge-gensatz zum Außenzelt bis zum Boden reicht. So sitzt man zugfrei und in klarer Luft auch bei Außentemperaturen bis minus 15 oder 20 im Warmen.

Und auch heute noch kann ein Abend im Tipi, auch und besonders bei Regen oder Schnee am warmen Feuer im Kreis der Familie oder Freunden ein unvergessliches Erlebnis sein...